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Andrea Bruckner
BDO AG, Mitglied des Vorstands

Die digitale Transformation bedeutet für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften die Schaffung digitaler Prozesse, die einzelne Arbeitsschritte in einen IT-gestützten Workflow umsetzen.

Gerade bei der Abschlussprüfung wird mittlerweile in der Branche gerne von einer „maschinellen Abschlussprüfung“ gesprochen. Die konkreten Einzelprobleme bei der Umsetzung solcher digitalen Workflows zeigt ein Erfahrungsbericht zur Datenanalyse im Umfeld mittelständischer Abschlussprüfungen.

Stefan Groß
Partner der Kanzlei Peters, Schönberger & Partner mbB

Wie die digitale Transformation das Berufsbild des Wirtschaftsprüfers verändert

Auch die Wirtschaftsprüfung bleibt nicht von den Umwälzungen der Digitalen Transformation verschont und steht vor großen disruptiven Herausforderungen. Einfache Tätigkeiten drohen durch Maschinen ersetzt zu werden; gleichzeitig wird der Grad an Spezialisierung weiter zunehmen. Auf der anderen Seite entstehen durch die zunehmende Technisierung neue Geschäftsfelder. Der Berufsstand muss sich allerdings digital fortentwickeln und dringend seine Attraktivität für Berufseinsteiger erhöhen, will er im digitalen Ökosystem bestehend aus Industrie 4.0, IoT, Cloud oder Blockchain bestehen.

Prof. Dr. Michael Eisermann
Professor am Institut für Geometrie und Topologie im Fachbereich Mathematik der Universität Stuttgart

Seit ihrem Start 1998, vor recht genau zwanzig Jahren, ist die Suchmaschine Google phantastisch erfolgreich – dank der intelligenten Sortierung ihrer Suchergebnisse. Das Unternehmen hütet natürlich seine Geschäftsgeheimnisse, aber das Grundprinzip ist öffentlich bekannt. Der Erfolg beruht auf einer genial-einfachen mathematischen Idee, die ich hier erklären möchte: Das Modell einer zufälligen Irrfahrt im Internet. Es ist ein Paradebeispiel, wie große Datenmengen trotz geringer Struktur doch effizient und nutzbringend ausgewertet werden können.

Prof. Dr. Harald Lesch
Professor für Physik, Institut für Astronomie und Astrophysik LMU München

Schon lange wissen wir, der Mensch ist ein Produkt der Evolution. Er hat überlebt, sich vermehrt und wirkt heute als Population, weil er sich optimal an verändernde Umweltbedingungen angepasst hat. Der Homo sapiens hat sich die Welt „untertan“ gemacht. Und er hat sich von seiner Umwelt entfernt. Durch den Einsatz von Maschinen und Technologie hat er sich und die Welt verändert. Wichtige Eigenschaften, die ihm das Überleben auf der Erde garantieren hat er zunehmend verlagert, ins Reich der digitalen Daten Nullen und Einsen. Die moderne global vernetzte digitale Technologiegemeinde lebt nur noch in Lebensquantitäten aber nicht mehr in Qualitäten. Ihre Zeit geht immer rund um die Uhr, ist pausenlos und grundsätzlich von hoher prognostischer Potenz. Damit die Manipulationen möglichst garantiert erfolgreich sind, werden ja all die Daten gesammelt. Und so machen wir aus dem weisen Menschen, einen gläsernen Menschen. Dabei verlangt die natürliche und technische Komplexität aller uns umgebender Systeme viel mehr als nur die Verarbeitung von Daten in noch so vernetzten Schleifen. Komplexität zerstört Prognosepotential, schwächt den Reduktionismus und liebt das Risiko, das Spiel und den Irrtum. Davon wird zu reden sein.

Auswirkungen auf das
Risikomanagement und neue Prüfungsmethoden

als Antwort auf die komplexer werdende Betriebsprüfungssituation

Dipl.-Finanzwirt Andreas Wähnert / Dipl.-Finanzwirt Stefan Werner
Zentrales Prüfungsdienste-Finanzamt Kiel / Finanzamt Königs Wusterhausen
Groß- und Konzernbetriebsprüfer / Groß- und Konzernbetriebsprüfer

Mit der Digitalisierung der Wirtschaft haben sich die Anforderungen an die steuerliche Außenprüfung deutlich vergrößert: Umfangreiche Datenmengen, raffinierte Manipulationen und intransparente Gestaltungen.

Um dieser komplexen Prüfungssituation im Sinn der Gleich- und Gesetzmäßigkeit der Besteuerung gerecht zu werden, setzen die Finanzverwaltungen u.a. auf das systematische Prüfungsnetz „Summarische Risikoprüfung (SRP)“. Durch die zielorientierte Verknüpfung mehrerer datenverbildlichender Prüfungsansätze werden der Prüfungseinstieg, die Prüffeldsuche sowie die Aufarbeitung komplexer, evtl. verschleierter Vorgänge erleichtert.

Die beiden Dozenten zeigen, wie Einzelmethoden am Beispiel der Zeitreihenanalyse auf die Zwecke der Betriebsprüfung ausgerichtet werden, welche Anforderungen das steuerliche Verfahrensrecht an die Ergebnisse stellt und wie fokussierte Verbildlichungen komplexer Vorgänge auch für die Kommunikation verwendet werden können.

Paul Kammerer
VP Corporate Strategy Commerzbank & Co-Founder DLT Lab. Commerzbank AG

Der rasante Aufstieg der Blockchain-Technologie vom Bitcoin-Handel zum Einsatz in der Finanzindustrie. Erfahren Sie im Vortrag von Herrn Kammerer die Vor- und Nachteile einer Kryptowährungen sowie die Herausforderungen aber auch Chancen des Einsatzes der Blockchain-Technologie in einer Bank. Neben den theoretischen Einsatzmöglichkeiten gibt Ihnen Herr Kammerer einen Einblick in die ersten Pilottransaktionen der Bank.

Sven Egner
Keynote Speaker, Associate Partner am Hamburger Weltwirtschaftsinstitut

Es gibt wohl keinen Bereich des privaten, gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Lebens, der ohne computergestützte Technik auskommt. Mit der voranschreitenden, branchenübergreifenden Digitalisierung kommt nicht nur bei der älteren Generation Skepsis auf. Viele Menschen betrachten die Computertechnik als Konkurrenz. Diesen Wettbewerb kann der Mensch auf Dauer nicht gewinnen.

Der spannende Vortrag richtet sich an Führungskräfte, Belegschaften von Unternehmen oder Betrieben sowie Entscheider in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Mithilfe von lebendigen und alltäglichen Beispielen macht er deutlich, dass die Digitalisierung als Unterstützung anstehender Herausforderungen zu begreifen ist und gibt Antworten darauf, warum die technische Evolution mitnichten das Ende der Gesellschaft bedeutet. Der Vortrag demonstriert auch, wie die Digitalisierung zum Wohle und zum Nutzen von Unternehmen und somit auch der Menschen beiträgt.