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Datenanalyse schafft Transparenz. Transparenz schafft Vertrauen in Unternehmen genauso wie in deren Prüfung. Das Forum 2016 steht deshalb unter dem Thema:

„Transparenz aus Verantwortung: Neue Herausforderungen für die digitale Datenanalyse“

Wie schon in der Vergangenheit bezieht auch das Forum 2016 aktuelle Ereignisse mit ein. Der Skandal um die Manipulationen der Abgasmessung an Autos zeigt exemplarisch, welcher Stellenwert dem Thema Transparenz heute zukommt. Aus jeder Art von Fehlverhalten in Unternehmungen entwickeln sich in der heutigen Welt Konsequenzen mit einer Dynamik, die kaum noch zu kontrollieren ist. Diese Dynamik entwickelt sich weitgehend unabhängig davon, ob das Fehlverhalten nun als bewusst, fahrlässig oder grob fahrlässig einzustufen ist. Finanzielle Belastungen und Risiken sind in so einer Situation oft nur ein Teil des Problems.

Erhöhte Transparenz muss auch das Ziel der Prüfung von Unternehmungen sein. Adressaten sind hier nicht nur die Unternehmungen selber sondern auch diejenigen, die sich auf die Ergebnisse der Prüfungen oder Messungen (Kunden, Gläubiger, Aktionäre, etc.) verlassen bzw. verlassen müssen. Umso weniger sollten Prüfungen Zufallsfunde produzieren, die dadurch umso mehr zum Skandal werden. 

Verantwortung heißt, nicht den Hut zu nehmen und die Konsequenzen zu tragen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, Verantwortung beginnt damit, konsequent Methoden und  Verfahren einzusetzen, die von vornherein mehr Klarheit und Transparenz sicherstellen. Dabei gilt es natürlich auch, die Möglichkeiten und Grenzen der eingesetzten Technologien im Auge behalten.

In Verbindung mit der TU in München werden wir versuchen, erneut auf Potentiale der Datenanalyse im Prüfungsbereich hinzuweisen, neue Verfahren vorstellen und mit Wissenschaftlern und Praktikern gleichermaßen diskutieren, um deren Möglichkeiten und Grenzen auszuloten.  

Dr. Frank Wittig ist freier Journalist beim Südwestrundfunk. Er ist auch als Buchautor („Die weiße Mafia“) bekannt und nimmt mit dem Eröffnungsreferat Stellung zum „Verhältnis von Prüfern und Geprüften“ im deutschen Gesundheitswesen: „Der Bock als Gärtner: ‚Kontrolle’ im Gesundheitssystem“.  

Dr. Ralf Steinberger hat am European Commission Joint Research Centre IPSC GlobeSec u.a. die EMM (Europe Media Monitor) Open Source Intelligence Suite zur Auswertung öffentlich verfügbarer Informationen mit entwickelt. Hier werden täglich über 220.00 Beiträge aus 7.000 Internetseiten in 70 Sprachen verarbeitet und klassifiziert. Der Vortrag stellt die Funktionalität von EMM anhand konkreter Beispiele vor: Supporting the Analyst by Turning Multilingual Text into Structured Data.  

Prof. Dr. Handschuh leitet den Lehrstuhl für Digital Libraries und Web Information Systems an der Universität Passau. Er koordinierte eine Vielzahl internationaler Forschungs- und Entwicklungsprojekte, in denen er u.a. mit Unternehmen wie HP, SAP und IBM zusammenarbeitete. Seine Gegenwärtige Forschung bezieht sich größtenteils auf den Bereich der Semantischen Technologien, Informationslinguistik sowie der Information Extraction und demWeb Information Retrieval. Der Vortrag behandelt computerbasiere Ansätze zur Repräsentation von Semantik: Who Controls the Vocabulary, Controls the Knowledge – Wissensextraktion aus Dokumenten.  

Christoph Haas ist ehemaliger Student der TH Deggendorf und bietet heute in einer eigenen Unternehmung mittelständigen und kleinen Unternehmen eine Lösung zur Netzwerk-Sicherheit an. Eine Möglichkeit sich aktuellen Problem auf diesem Gebiet zu nähern ist das Network Security Monitoring (NSM). Dabei werden Aktivitäten im Netzwerk auf bösartiges Verhalten mit Hilfe von Datenanalysen untersucht. Der Vortrag steht unter dem Titel: „IT-Sicherheit durch Datenanalyse: Wie trinkt man aus einem Feuerwehrschlauch?“  

Herr Uwe Nadler ist im Bereich Business Analytics bei der IBM als Vertriebsleiter für das Thema Information Governance verantwortlich. Wie steht es nach dem aktuellen Stand der Technik um die Verlässlichkeit von Ergebnissen aus Datenanalysen? Welche Rolle spielen hierbei Themen wie Datenqualität, Nutzungsbeschränkung von Daten, Nachvollziehbarkeit von Analysen aus der Sicht von Entscheidern oder externe Anforderungen z.B. von Aufsichtsbehörden? Herr Nadler wird hierzu Ideen und Konzepte der Information Governance vorstellen und anhand interessanter Fälle aus der Praxis erläutern.  

Jochen Thierer und Marie-Luise Wagener sind Mitarbeiter der SAP AG in Walldorf und arbeiten dort an Entwicklung von Datenanalysetechniken im Umfeld von SAP-HANA. Der Vortag stellt aktuelle Lösungen zur Fraud Detection auf der Basis vom SAP HANA vor.  

Remo Rechkemmer ist bestellter Wirtschaftsprüfer bei PWC und stellt als Experte auf dem Gebiet der digitalen Datenanalyse aktuelle Themen und Entwicklungen aus seinem Haus vor.

 

Partner und Aussteller

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an der TU München

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TUM Institute for Advanced Study am Campus Garching (Foto: Markus Buck)

 

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